Titel: Wärmofen für Nieten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 273/Miszelle 1 (S. 528)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj273/mi273mi11_1

Wärmofen für Nieten.

Einen bemerkenswerthen drehbaren Wärmofen für Nieten gibt Revue industrielle in der Nummer vom 22. Juni 1889 nach den Angaben Enfer's (Fig. 19 bis 22 Taf. 27). Der Ofen ist entweder für feste Aufstellung in der Werkstatt (Fig. 21 und 22) oder für die Aufstellungsarbeiten beweglich eingerichtet. Im ersteren Falle ruht er auf einer Guſseisensäule, im zweiten Falle ist er nach Art der Feldschmieden mit cylindrischem Blasbalge eingerichtet. Der Ofen bietet den Vortheil, daſs die Nieten nicht mit dem Brennmaterial in unmittelbare Berührung kommen, sondern nur von den Gasen umspült werden, wodurch die Gefahr des Verbrennens der Nieten vermindert wird. Der obere Theil, der eigentliche Ofen, ist auf einem Zapfen, durch welchen der Wind zugeführt wird, drehbar, so daſs der Arbeiter, ohne seinen Platz zu wechseln, durch einfaches Drehen des Oberstückes die vier Stellen, an welchen die Nieten liegen, erreichen kann. Diese Einrichtung erleichtert auſserdem etwaige Reparaturen und gestattet ein sofortiges Auswechseln des Oberstückes. Die mit vier Bohrungen versehene Düse bei Fig. 19 kann leicht ersetzt werden. Bei der feststehenden Anordnung (Fig. 21) ist anstatt der Düse eine durchlöcherte Platte verwendet. Der Ofen ist behufs Reinigen von Schlacken nach dem Lösen weniger Schrauben in allen Theilen zugänglich, auch können die feuerfesten Wände durch Umlegen zweimal verwendbar werden.

Textabbildung Bd. 273, S. 528
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