Titel: Verwerthung von Flüssigkeiten für telephonische Zwecke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 274/Miszelle 3 (S. 334–335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj274/mi274mi07_3
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Verwerthung von Flüssigkeiten für telephonische Zwecke.

Daſs Krapp die Störung des telephonischen Gesprächs durch einen in der Sprechleitung liegenden Klappen-Elektromagnet dadurch hintanhalten will, daſs er eine Zersetzungszelle als Nebenschluſs zu dem Elektromagnete anordnet und so den telephonischen Wechselströmen einen Weg zur Umgehung des Elektromagnetes eröffnet, ist schon in D. p. J., 1889 272 335, erwähnt worden.

L. Keiner in Brüssel verwendet nach seinem Englischen Patente Nr. 11 338 vom 16. November 1888 mit Flüssigkeit (Alkohol) gefüllte U-förmige Röhren zur Unterdrückung des von Erdströmen herrührenden Geräusches im Telephon und der Induction aus benachbarten Drähten. Die beiden Enden der Röhre sind durch je einen Kautschukpfropfen verschlossen, durch den ein versilberter Kupferdraht eingeführt wird; der eine Draht geht durch den Bug der Röhre hindurch, der andere ist viel kürzer; beide enden in eine versilberte Platte. Je weiter die beiden Platten von einander entfernt sind, desto besser wird die Induction beseitigt.

William Burnley schaltet nach Modern Light and Heat (Boston) vom 25. Juli 1889, S. 92, bei gleichzeitigem Telephoniren und Telegraphiren auf demselben Drahte ein kleines Flüssigkeitsnäpfchen in die Leitung ein, befreit dadurch zu Folge des allmählichen Anwachsens des Leitungswiderstandes das Telephon Jon dem Knacken, das von dem Unterbrechen und Schlieſsen des Stromes in den Telegraphenapparaten herrührt, und unterdrückt so zugleich die störende Induction. Versuche, die Burnley im Juli mit J. P. Mc Kinstry, dem Direktor der Cleveland Telephone Company, und J. W. Shaw, dem Leiter der New York, Pennsylvania und Ohio Telephone Company, angestellt hat, haben mit seiner patentirten Einrichtung sehr günstige Ergebnisse geliefert.

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