Titel: Telegraphische Verbindung von Leuchtschiffen mit dem Festlande.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 274/Miszelle 4 (S. 335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj274/mi274mi07_4

Telegraphische Verbindung von Leuchtschiffen mit dem Festlande.

Die von dem Board of Trade eingesetzte Commission (vgl. 1888 267 288) hat ihren zweiten und letzten Bericht über die elektrische Verbindung von Leuchtschiffen (und Leuchtthürmen) mit der Küste (vgl. hierüber auch 1888 * 270 381) erstattet. Bekanntlich sollten die a. a. O. erwähnten Versuche mit dem Sunk-Leuchtschiffe fortgesetzt werden, um mehr Erfahrungen zu sammeln. Während der ersten Versuche war das Kabel beständig durch die Verdrehung bei den Wendungen des Schiffes bei Ebbe und Fluth gebrochen. Seit dem November 1886 hat sich das Kabel nach Engineering vom 2. August 1889 S. 144 gut gehalten und ist nur zweimal gebrochen, am 28. December 1887 und am 13. December 1888; beide Mal war es innerhalb 2 oder 3 Tagen wiederhergestellt. Da das Sunk-Leuchtschiff über felsigem Boden verankert und Kreuzströmungen ausgesetzt ist, so ist einleuchtend, daſs nicht unüberwindliche Schwierigkeiten der Erhaltung elektrischer Verbindung mit allen solchen Schiffen entgegenstehen. Bei einer neuen Anlage würde man das Kabel und seine Verbindungen auch so herzustellen vermögen, daſs auch die eine jährliche Unterbrechung wegfiele. Nichtsdestoweniger hat sich die Mehrzahl der Commission dahin ausgesprochen, daſs die Versuche nicht länger ortgesetzt werden und der jetzige Dienst eingestellt werden soll. In den atzten 2 oder 3 Jahren haben wenig Stürme und Nebel, und deshalb wenig Unglücksfälle an der Ostküste Englands stattgefunden. Die Ausgaben haben bis 31. December 1886 158440 M. betragen, seitdem sind sie auf 194200 M. gestiegen. Andere Ausgaben für die Sicherheit der Schifffahrt scheinen für gütiger gehalten zu werden, und die Frage der Verbindung der Leuchtschinffe mit dem Festiande scheint somit in England der Privatthätigkeit überlassen zu werden.

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