Titel: Stuhl's Thermometer mit elektrischem Contacte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 274/Miszelle 11 (S. 574)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj274/mi274mi12_12

Stuhl's Thermometer mit elektrischem Contacte.

Um geschlossene Quecksilber-Thermometer mit eingesetztem Contact zu befähigen, bei verschiedenen Temperaturen eine Lärmklingel in Thätigkeit zu versetzen, hat M. Stuhl bei einem in der Ausstellung für Unfallverhütung von F. und M. Lautenschläger vorgeführten Thermometer (vgl. Der Metallarbeiter, 1889 * S. 598) den einen Platindraht in das Quecksilbergefäſs, den andern ein wenig oberhalb des Gefäſses eingeführt und gleich über dem letzteren ein Glasknöpfchen in die Röhre so eingeschmolzen, daſs nur ein sehr enger Durchgang für das beim Erwärmen sich ausdehnende und in der Röhre emporsteigende Quecksilber übrig bleibt.

Soll nun der Eintritt einer Temperatur von z.B. 50° C. in einem Raume durch die Lärmklingel gemeldet werden, so erwärmt man das Gefäſs des Thermometers, bis das Quecksilber auf 50° gestiegen ist. Läſst man dann das Thermometer sich abkühlen, so zerreiſst die Quecksilbersäule bei dem Knöpfchen und es tritt nur das noch unter dem Knöpfchen gewesene Quecksilber wieder in die Kugel zurück. Sobald später in dem Raume, worin das Thermometer aufgehängt wird, die Temperatur 50° erreicht, berührt die untere Quecksilbersäule wieder den oberen Contact, schlieſst so den Strom und bringt die Klingel zum Läuten.

Will man später das Thermometer für einen höheren Wärmegrad in Anwendung bringen, so braucht man das Quecksilbergefäſs nur wieder zuerst einmal auf diese Temperatur zu erwärmen. Will man aber eine niedrigere Wärme als vorher anzeigen, so läſst sich das Quecksilber durch eine Schleuderbewegung in den unteren Raum zurückführen, worauf dann erwärmt wird.

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