Titel: Blitzgefahr.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 274/Miszelle 14 (S. 575–576)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj274/mi274mi12_15

Blitzgefahr.

Der von dem Elektrotechnischen Vereine in Berlin niedergesetzte Unterausschuſs für die Untersuchungen über die Blitzgefahr hält es für sehr wichtig, möglichst viele Beschreibungen zu sammeln von Fällen, in welchen Gas- oder Wasserleitungen, sei es innerhalb oder auſserhalb von Gebäuden, vom Blitze getroffen wurden. Es unterliegt nämlich keinem Zweifel, daſs derartige Fälle weit häufiger sind, als man im Allgemeinen annimmt, und daſs sie nur deshalb selten zur Kenntniſs weiterer Kreise kommen, weil sie sehr oft unschädlich erlaufen, da eben diese Leitungen als Blitzableiter dienen. Ein solch unschädlicher |576| Verlauf wird im Allgemeinen immer dann stattfinden, wenn der Blitz den Weg zu den Leitungen nicht durch Holz werk nimmt, sondern durch unverbrennliche Gegenstände in das Haus eindringt. In derartigen Fällen bleiben meist nur geringe Spuren zurück, die deshalb kaum beachtet und nicht weiter bekannt werden.

Dagegen ist eine genauere Kenntniſs aller der Vorkommnisse für die Beurtheilung der Rolle, welche die Gas- und Wasserleitungen hierbei spielen, von gröſster Bedeutung.

Der „Unterausschuſs für die Untersuchung über die Blitzgefahr“ ist deshalb für alle hierauf bezüglichen Mittheilungen sehr dankbar, und werden dieselben unter der Adresse: Professor Dr. v. Bezold, im Königlichen Meteorologischen Institut, Berlin W., Schinkelplatz Nr. 6, höflichst erbeten.

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