Titel: V. Schönbach's Nietmaschine mit Druckwasserbetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1889, Band 274/Miszelle 2 (S. 569–570)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj274/mi274mi12_3

V. Schönbach's Nietmaschine mit Druckwasserbetrieb.

Nach dem D. R. P. Nr. 46948 vom 6. August 1887 besitzt diese Nietmaschine zwei Druckwerke, eines für den Blechschluſs, welches die einem Schelleisen entsprechende Wirkung ausübt, und eines für die Nietkopfbildung (vgl. Nietmaschinen Fielding und Platt bezieh. Tweddell 1886 260 * 111, 1887 |570| 265 * 493 und 495), während ein kleiner Hilfskolben die Rückstellung der beiden Druckwerke in die Anfangslage besorgt.

Die beiden etwas von einander verschiedenen Anordnungen dieser Druckwerke sind in Fig. 5 und 6 Taf. 29 dargestellt, während die Einrichtungen des Ventilkopfes aus Fig. 7 und 8 und die wichtigsten Stempelstellungen aus Fig. 9 ersichtlich sind.

Der Nietkolben A ist zu einem excentrischen Zapfen verlängert, welcher von einem rohrförmigen Ansätze, welcher die Ringkrone für den Blechschluſs trägt, umschlossen ist, der zum Kolbenkörper C gehört und welcher wieder excentrisch zum Kolben A liegt.

Beide Kolben erhalten einen gemeinschaftlichen Boden B derart, daſs B zu C Cylinder ist, B mit A verbunden aber einen gemeinsamen Kolben bildet. Hierdurch entstehen zwei Druckflächen bezieh. zwei Druckräume von ungleicher Gröſse, welche durch den Deckel H Abschluſs finden. Wird durch den Verlängerungsstutzen D (Fig. 5) Druckwasser eingeleitet, so rückt Kolben C mit der Schlieſskrone vor, während B mit A nach dem Cylinderboden H zurückgedrängt wird. Wenn hierauf in den Cylinderraum zwischen B und H Preſswasser eingelassen wird, so wirkt im Vorrücken der Nietkolben A mit dem vollen, der Kolbenfläche B entsprechendem Drucke, sofern das auf C thätige Wasser zurückströmen kann. Ist die Bildung des Schlieſskopfes der Niete beendet, so tritt der Hilfskolben G in Thätigkeit, indem nach erfolgter Abströmung des Preſswassers das Zurückführen des Kolbens (BA) durch den Kolben C vor sich geht.

In Fig. 6 ist eine Abänderung angegeben, indem die Verlängerung D mit dem Hilfskolben G nicht an C wie vorher, sondern an dem Hauptkolben B angesetzt ist, dafür aber das Zurückschieben des Schlieſskolbens C vom Hauptkolben B durch die Hilfsstange E, F nach beendeter Vernietung besorgt wird. Die an das Verlängerungsrohr von C angeschraubte Blechschluſskrone zeigt zwei seitliche Ausschnitte, um sowohl Platz an den vorher gebildeten Nietköpfen zu finden, als auch Abfluſsraum für Zunder u. dgl. zu gewähren.

Pr.

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