Titel: Corrigan's Presse für Garn in Bündeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 275 (S. 13–14)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj275/ar275002

Presse für Garn in Bündeln; von John Corrigan in Manchester.

Mit Abbildungen auf Tafel 2.

Die durch das Englische Patent Nr. 9789 a. D. 1888 geschützte und in den Fig. 1 bis 3 Taf. 2 dargestellte Garnbündelpresse ist für Dampfbetrieb eingerichtet und es erfolgt die Stillsetzung des Preſstisches selbsthätig, sobald das Garn auf eine gewisse Gröſse zusammengepreſst, also der gewünschte Druck erreicht ist.

Das Heben des Drucktisches A innerhalb der senkrechten Barren B und C erfolgt zu diesem Zweck bei der vorliegenden Presse nicht wie bei den meisten bisherigen durch Kurbelstangen oder wie in Nr. 24 auf S. 11 des Jahrganges 1889 unseres Journals angegeben, durch besonders geformte Excenter, sondern durch eine am Drucktisch befestigte Zahnstange D, welche ihren Antrieb, d.h. ihre auf- bezieh. abgehende Bewegung von der Hauptwelle E unter Vermittlung der Zahngetriebe FGHIK aus empfängt. An dem Preſsstempel sitzt neben der Zahnstange D eine Nase M, durch welche die Aufrückung der Maschine |14| und Feststellung des Preſstisches erfolgt, sobald derselbe die Garnbündel auf das gewünschte Maſs zusammengepreſst hat. Ist dieser Augenblick erreicht, so trifft dieser genannte Ansatz M an den einen freien Schenkel N des doppelarmigen am Gestell O der Presse drehbar gelagerten Hebel NN1 und hebt diesen. Dieses hat zur Folge, daſs sich der Arm N1 des genannten Hebels senkt und somit aus der Aussparung P der Ausrückstange Q (Fig. 3) entfernt und diese hierdurch freigibt. Mit der Ausrückstange Q ist der eine Schenkel R des am Gestell drehbar befestigten Winkelhebels S verbunden, dessen zweiter Arm S1 einem Winkelhebel T als Stütze dient, während der dritte Arm S2 ein Gleitgewicht U trägt. Dieses Gleitgewicht U bewirkt, sobald der Arm N1 des Hebels NN1 die Ausrückstange Q verlassen hat, eine Verschiebung derselben derart, daſs der Riemen von der Fest- auf die Losscheibe gelangt, in Fig. 3 also von rechts nach links und die Maschine somit stehen bleibt. Gleichzeitig hierbei erfolgt aber ein Feststellen des Preſstisches A und zwar dadurch, daſs in Folge Senkung des Gewichtes U, also Hebung des Armes S1 des Hebels S sich auch der Schenkel V des Hebels T heben kann und somit die von demselben auſser Eingriff gehaltene Sperrklinke W in Eingriff mit dem auf der Hauptwelle E sitzenden Sperrrad L kommt, also die Hauptwelle vor einer Rückdrehung bewahrt.

Die oberen oder Schluſsbarren a sind einzeln drehbar an den hinteren Barren B befestigt und über ihren Drehpunkt hinaus mit je einem Fortsatz versehen, deren jeder an einem Draht ein Gewicht b trägt. Sobald nun die Deckbarren durch Auslösen der Riegel c aus denselben frei werden, kommen diese Gewichte zur Wirkung und heben die Deckbarren von den vorderen Barren b ab, gestatten also eine Entfernung des Garnbündels.

H. Gl.

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