Titel: Erwärmung des ausziehenden Schachtes durch Wasserdampf.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 275/Miszelle 3 (S. 188)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj275/mi275mi04_3

Erwärmung des ausziehenden Schachtes durch Wasserdampf.

Nach der Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen, 1889 S. 137, wurde nach Inbetriebnahme des neuen Maschinenschachtes der Eisenerzgrube Werner bei Bendorf (Bergrevier Wied), welcher Schacht in gleicher Höhe wie der alte Schacht und in etwa 200m Entfernung von demselben liegt, letzterer zu Wetterzwecken verfügbar. Um durch denselben im Sommer einen ausreichenden Wetterwechsel zu erreichen, hat man die noch im Schachte stehende, aber nicht mehr benutzte 71m hohe Steigröhrenleitung der früheren Speisewasserpumpe, welche aus guſseisernen Flanschenröhren von 100mm Durchmesser bestand, über Tage mit der Dampfleitung verbunden und am unteren Ende derselben einen Condensationstopf angebracht. Diese Einrichtung bewährte sich sehr gut, indem nach erfolgter Austrocknung des früher nassen Schachtes der ausziehende Wetterstrom zur Wetterversorgung der ausgedehnten Grubenbaue vollständig genügte. Man hatte es in der Hand, durch geringeren oder höheren Dampfdruck einen schwächeren oder stärkeren Wetterstrom zu erzeugen. Der Verbrauch an Kohlen war verhältniſsmäſsig gering und betrug bei ununterbrochenem Betriebe für den Monat 12t.

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