Titel: Glasuren für Ofenkacheln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 275/Miszelle 8 (S. 192)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj275/mi275mi04_8

Glasuren für Ofenkacheln.

Dir. Krätzer in Leipzig empfiehlt, als bewährt, folgende Mischungen:

1) Weiße Glasur. 120 Th. concentrirte Natron Wasserglaslösung und Kalkmilch aus 7,5 bis 12 Th. Kalk werden so lange tüchtig zusammengerührt, bis die Mischung trocken wird. Ist dies der Fall, so wird die Mischung gepulvert, gemahlen und gesiebt. Die rohen Ofenkacheln bestreicht man entweder mit Wasserglaslösung, oder das Pulver wird vor der Benutzung mit Wasserglaslösung genäſst, als Glasur aufgetragen und gebrannt. – Eine weiſse Glasur erhält man auch durch das Zusammenschmelzen von 100 Th. reinem kohlensauren Kali, 12,5 Th. salpetersaurem Kali, 25 Th. gelöschtem Kalke. Die in einem Schmelztiegel geschmolzene Masse wird pulverisirt, aufs innigste mit Wasserglaslösung gemischt, aufgetragen und eingebrannt.

2) Hochrothe Glasur. In einem neuen Schmelztiegel werden geschmolzen: 15 Th. feinst pulverisirtes weiſses Glas, 7,5 Th. borsaures Natron, 5 Th. fein geschlämmte Kreide, 1,25 Th. pulverisirter Kalisalpeter, 2,5 Th. Goldpurpur. Die geschmolzene Masse wird pulverisirt, mit Wasserglas aufgetragen und eingebrannt.

3) Tiefrothe Glasur. 24 Thl. weiſses Glas, 12 Th. Soda, 9 Th. Borax, 9 Th. Mennige, 4,5 Th. Kalisalpeter, ⅜ Th. roher Spiesglanz, 3 Th. Goldpurpur und 3 Th. Chlorammonium; die feinst gepulverten Körper werden gemischt und wie oben behandelt.

4) Azurblaue Glasur. 16 Th. Glas, 5,33 Th. Soda, 4 Th. Borax, 2,75 Th. Knochenasche, 15 Th. Kalisalpeter und 1,33 Th. Kobaltoxyd (Deutsche Töpfer- und Ziegler-Zeitung).

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