Titel: Zusammensetzung einiger 1600 Jahre alter Mörtel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 275/Miszelle 4 (S. 288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj275/mi275mi06_4

Zusammensetzung einiger 1600 Jahre alter Mörtel.

Die Mörtel stammten von einem in einem Acker nahe Ober-Florstadt aufgefundenen Bauwerke, das nach dem Urtheile von Prof. Dr. Adamy früher dem Cultus des persischen Lichtgottes Mithras gedient hatte und aus dem zweiten oder dritten Viertel des dritten Jahrhunderts nach Christus stammt. Von den angeführten Analysen von W. Fahrion ist hier die des Wandverputzes der Umfassungsmauer wiedergegeben:

Feuchtigkeit 1,32
Chemisch geb. Wasser 2,76
Sand 77,02
Kohlensaurer Kalk 8,41
Kohlensaure Magnesia 0,42
Schwefelsaurer Kalk 0,32
Kalk, anderweitig gebunden 0,97
Lösliche Kieselsäure 1,37
Thonerde und Eisenoxyd 7,35
Chlor, Alkalien Spur.

Auffallend ist der hohe Gehalt an Thonerde und Eisenoxyd. Der Gehalt an Kalkhydrat berechnet sich bei den vier Mörtelproben auf:

I II III IV
10,7 8,2 16,3 7,4

Es geht daraus hervor, daſs der Bau des Mithraneums nicht mit groſser Sorgfalt ausgeführt wurde (Gewerbebl. d. Großh. Hessen, 1888).

Zg.

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