Titel: Feuersichere und wetterfeste Holzbedachung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 275/Miszelle 5 (S. 336)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj275/mi275mi07_5

Feuersichere und wetterfeste Holzbedachung.

A. Gawolowski in Brunn empfiehlt in der Oel- und Fett-Industrie für solche Holzbedachung die Verkieselung, und gibt hierzu folgende Anweisung: Die zu verwendenden Schindeln oder Bretter werden 10 bis 20 Stunden lang in eine 5 bis 10° Be. schwere Wasserglaslösung eingelegt, dann herausgenommen, abtropfen gelassen und nach erfolgter Trocknung 4 bis 6 Stunden in eine 2 bis 3° Be. schwere Lösung von Chlorcalcium, Chlormagnesium und Chlorammonium eingelegt, und nach abermaligem Trocknen verwendet. Das Holz wird auf diese Art verkieselt, indem Calcium- und Magnesiumsilicat neben freier Kieselsäure und Alkalichlorid die ganze Holzmasse durchdringt, so daſs dieselbe nicht nur flammensicher, sondern auch witterungsbeständig wird. Vortheilhaft ist es schlieſslich, noch einen Anstrich von Theer zu geben und mit trockenem Sand zu bestreuen, da hierdurch die Haltbarkeit erhöht wird und die derart gerauhten Dachflächen das Besteigen des Daches bei etwa nothwendig gewordenen Ausbesserungen erleichtern (1889 271 228).

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