Titel: Ofen mit direkter Feuerung zum Trocknen von Kohlenklein; von Biétrix und Co.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 8 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi05_8
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Ofen mit direkter Feuerung zum Trocknen von Kohlenklein; von Biétrix und Co.

Dieser Ofen ist schon 1884 254 * 246 in seinen Details im Anschlusse an die Kohlenziegelpresse von G. J. Coussinhal als Mischofen beschrieben worden. Referent bemerkt daselbst, daſs zur Bereitung des Teiges zwei Verfahren gebräuchlich sind: entweder man schmilzt das Pech für sich und mischt es hierauf mit dem Kohlenklein, oder man mischt die zerkleinerten Massen zuerst und schmilzt sie hierauf, in welch letzterem Falle dieselben sehr fein gepulvert sein müssen. Zum Schmelzen des Pechs, welches mit dem Kohlenklein gemischt ist, dient der beschriebene Ofen.

In einem Ausstellungsberichte der Revue Industrielle, 1889 S. 501, über die in Paris von V. Biétrix ausgestellten Maschinen wird erwähnt, daſs die genannte Firma gegenwärtig, von dem früheren Verfahren abweichend, den Ofen mit direkter Feuerung nur mehr zum Trocknen des Kohlenkleins benutzt, was den Vortheil bietet, ohne Verflüchtigung von Theerbestandtheilen befürchten zu müssen, mit der Temperatur erheblich höher gehen zu können, wodurch ein gründlicheres Trocknen und damit ein besserer Betrieb gesichert ist. Das Mischen mit Pech geschieht nach dem Trocknen in einem Hohlcylinder, in dessen Wänden Dampf circulirt. Die Ueberführung des Kohlenklein aus dem Ofen in den Mischapparat geschieht mit Hilfe einer Transportschnecke, unmittelbar hinter dem Ofen wird derselben auch das Pech zugeführt.

Eine Berechnung über den Brennmaterialverbrauch des Ofens mit direkter Feuerung und den Verbrauch von Kohle bei Anwendung der alten Methode des Mischens, bei welcher die ganze Feuchtigkeit erst im Dampfmischer vertrieben wird, spricht unbedingt zu Gunsten des ersteren.

Zg.

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