Titel: Anstrichmasse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 9 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi05_9

Anstrichmasse.

Eine neue Anstrichmasse lieſs sich Friedrich Wendling, Chemiker in München, patentiren (österreichisches Privilegium vom 24. Mai 1889). Wasserhaltige Doppelsilicate von Thonerde, Kalk und Alkalien aus dem Mineralreiche (z.B. Zeolithe) werden mit Erdfarben oder anderen, gegen Kalk und Alkalien beständigere Farben, wie Umbra, Manganbraun, Grünerde, verschiedene Ockerarten, Ultramarinblau, Englischroth u.s.w. gemischt. Die Zusammensetzung der Doppelsilicate soll innerhalb folgender Grenzen variiren:

10 bis 12 Kieselsäure
2,5 4 Thonerde
1,5 3 Kalk
2 5 Natron
3 8 Wasser.

Bei der Verwendung wird die Mischung mit der entsprechenden Menge Kalkmilch angerührt, und bildet dann eine Anstrichmasse für natürliche Steine, für Kalk und Cementverputz, soll gut halten und groſse Widerstandsfähigkeit gegen atmosphärische Einflüsse zeigen. Man mischt beispielsweise 35 Th. Natrolith, 15 Th. Apophyllit und 50 Th. Farbpulver; auf 1 Raumtheil dieser Mischung kommen 6 Raumtheile Kalkmilch von 22° Bé.

Zg.

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