Titel: Anordnungen der Western Electric Company in Telephon-Rufapparaten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 6 (S. 334–335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi07_6

Anordnungen der Western Electric Company in Telephon-Rufapparaten.

Unter Nr. 19045 ist in England am 31. December 1888 der Western Electric Company in Chicago, Nordamerika, ein Patent auf verschiedene Anordnungen in Telephon-Rufapparaten ertheilt worden. Als Stromerzeuger dient ein Magnetinductor, dessen Cylinderanker wagerecht zwischen den nach unten gekehrten Polen der Magnete liegt und mittels einer Handkurbel und eines Räderpaares in Umdrehung versetzt wird. Das auf die Ankerachse aufgesteckte Getriebe sitzt aber nur lose auf letzterer und ist mit ihr durch zwei Spiralfedern verbünden, welche in einer Vertiefung des Getriebes liegen und mit demselben durch einen Zapfen verbunden sind; die beiden andern Enden der Federn legen sich an einen Vorsprung eines an der Achse befestigten Bundes an, welcher die Vertiefung des Getriebes verdeckt. Der einarmige Umschalthebel, an welchen das Telephon gehängt wird, legt sich bei angehängtem Telephon mit einem Vorsprunge auf eine unter ihm und parallel zu ihm angeordnete Contactfeder, von welcher aus ein Stromweg nach dem Inductor, der Rufklingel und zur Erde führt. Die Feder ist so kräftig, daſs sie, wenn das Telephon abgenommen wird, den Hebel emporhebt, dabei aber schlieſslich sich an einen isolirenden Zapfen desselben anlegt und somit den Contact unterbricht; dafür schaltet jetzt ein an der oberen Seite des Hebels nach rückwärts angesetzter Zapfen, indem er sich an eine oberhalb am Gehäuse festgeschraubte Contactfeder anlegt, welche seither an einer isolirten Stelle anlag, das Telephon in die Linie ein und, wenn nöthig, können so zugleich noch andere locale Stromwege |335| durch eine oder mehrere andere, zu dieser Feder parallele Contactfedern geschlossen werden.

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