Titel: Die Erdölgewinnung der Erde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 9 (S. 335)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi07_9

Die Erdölgewinnung der Erde.

Nach Mittheilung von Iron, Bd. 35 vom 14. Februar 1890 ist die gegenwärtige Jahresgewinnung auf rund 10000 Mill. Liter Erdöl zu veranschlagen, von denen die Hälfte auf die Vereinigten Staaten entfallen. Der Baku-Bezirk am Caspischen Meer ist mit etwa 1890 Mill. Liter betheiligt, und ist daselbst der Zufluſs des Oeles so reichlich, daſs viele Bohrlöcher verschlossen werden muſsten, weil das Oel nicht fortgeschafft werden konnte. Galizien bringt etwa 162 Mill. Liter, Birma ungefähr 31,5 Mill. und Canada etwa 121½ Mill. Liter hervor. Die Quellen in Canada und Birma sind erst kürzlich erschlossen worden und läſst sich noch nicht übersehen, welchen Umfang die dort entstehende Erdöl-Industrie annehmen wird, wenn erst geeignete Transportmittel geschaffen sind. Man hält das Becken des Mackenzieflusses (mündend zwischen dem 130. und 140. Längengrad and dem 70. Grad nördlicher Breite in das nördliche Eismeer) für die ergiebigste Oelgegend der Welt, sie liegt noch um etwa 640km nördlich der canadischen Pacificbahn. Es ist wohl auſser allem Zweifel, daſs, sobald die Transportschwierigkeiten überwunden sein werden und das canadische Oel zu einem billigen Preise erhältlich sein wird, dasselbe wegen seiner Freiheit von Schwefel noch eine groſse Rolle im Eisenhüttenwesen zu spielen bestimmt ist. (Durch Stahl und Eisen.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: