Titel: Wiman's Schleudermühle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 1 (S. 379–380)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi08_1

Wiman's Schleudermühle.

Während bei der in D. p. J. 1890 275 * 457 beschriebenen Sturtevant'schen Schleudermühle die arbeitenden Flächen einander parallel liegen, sind diese bei der Wiman'schen Schleudermühle, wie Fig. 6 und 7 Taf. 19 zeigen, gegen einander geneigt. Der zu zerkleinernde Stoff wird durch den Trichter E zugeführt, und durch einen daselbst befindlichen geriefelten Cylinder vertheilt. Der Stoff gelangt dann zwischen die Schlägerscheiben, welche sich in entgegengesetzter Richtung mit 2000 bis 3000 minutlichen Umdrehungen bergen und, von den Rippen b unterstützt, das Material zerkleinern und zerreiben. Durch die Röhren F F wird Luft in die Schleudermühle geführt. Die Wirkungsweise ist ähnlich der bei der Sturtevant'schen Schleudermühle beschriebenen.

Die Neigung der Scheiben hat den Zweck, die Kraft auf den unteren Theil der Scheiben zu verlegen sowie auch den Eintritt des zu verarbeitenden Stoffes in die Mühle zu erleichtern. Es soll mit dieser Schleudermühle gelingen, harte Stoffe, wie Phosphat, Hammerschlag, Teakholz u. dgl. in den feinsten Staub zu verwandeln. Es empfiehlt sich, die erwähnten Stoffe vor dem Aufgeben in nuſsgroſse Stücke zu verwandeln. Der Staub sammelt sich in der Kammer D an. Durch den lebhaften Luftzug soll nebenbei gleichzeitig eine wirksame Trocknung des Materiales erzielt werden.

Die Zerkleinerungsapparate werden in drei Gröſsen geliefert, mit einem |380| Scheibendurchmesser von 300, 600, 900mm und einer Betriebskraft von bezieh. 8 bis 15, 20 bis 35, 35 bis 40 je nach der verlangten Feinheit des Pulvers, dessen stündliche Menge entsprechend 200k, 400 bis 2500k, 1000 bis 4000k beträgt, ebenfalls je nach Härte des Rohmateriales und nach Feinheit des Pulvers.

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