Titel: Deprez' gleichzeitiger Betrieb mehrerer Dynamomaschinen mittels desselben Motors.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 6 (S. 432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi09_6

Deprez' gleichzeitiger Betrieb mehrerer Dynamomaschinen mittels desselben Motors.

In Armengaud, Publication Industrielle, Bd. 32 * S. 411, ist eine eigenthümliche Anordnung beschrieben, mittels deren Deprez eine beliebige Zahl von Dynamomaschinen in einem möglichst kleinen Raume aufstellen und von einem und demselben Motor aus betreiben will. Die Wellen der Dynamo werden als Seiten in der Mantelfläche eines Cylinders so angeordnet, daſs sie den Umfang einer Grundfläche (oder einer zu dieser parallelen Schnittfläche) in gleiche Theile theilen; auf jede Dynamowelle wird dann ein Getriebe aufgesteckt, das in die Zähne eines Rades eingreift, dessen Welle mit der Cylinderachse zusammenfällt; dieses Rad kann demnach alle Dynamoanker zugleich in Umdrehung versetzen, wenn es vom Motor aus getrieben wird. Legt man nun weiter an der Stelle, wo eine Dynamowelle durch die Grundfläche hindurchgeht, eine Tangente an deren Umfang, so erhält man ein regelmäſsiges Vieleck und kann jeden Eckpunkt dieses Vieleckes als Bug eines zweischenkeligen Elektromagnetes benutzen; diese Elektromagnete bilden die Feldmagnete der Dynamomaschinen, und man hat dabei die Eigenthümlichkeit, daſs jeder Schenkel eines Elektromagnetes zu einem anderen Dynamoanker gehört; denn jeder Elektromagnet liefert je einen Schenkel für die zwei Anker, welche in der Mitte der beiden im Buge des Elektromagnetes sich schneidenden Seiten liegen; jeder Schenkel aber bildet die Hälfte einer Vielecksseite und die beiden von jedem Anker ausgehenden Seitenhälften gehören verschiedenen Elektromagneten an.

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