Titel: Erhärten der Gipsgüsse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 3 (S. 476–477)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi10_3
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Erhärten der Gipsgüsse.

Nach Dr. Frühling ist ein Zusatz von 2 bis 25 Proc. Alkohol zum Wasser des Gipsbreies geeignet, dessen Erhärten ohne Beeinträchtigung der Güte des Gusses nach Belieben zu verzögern. Die folgende Tabelle enthält das Ergebniſs von Versuchen mit reinem Wasser und mit Wasser, das in 3 verschiedenen Verhältnissen mit Alkohol gemischt war. Bei dem zur Verfügung stehenden Gips ergab sich ein Verhältniſs von 100g Gips auf 75cc Wasser als das dienlichste für einen gewöhnlichen Guſs; die gleiche Flüssigkeitsmenge wurde auch bei dem alkoholischen Zusatz verwendet. Bezüglich der Abbindezeit und Beschaffenheit der Güsse wurden dabei folgende Ergebnisse erzielt:

Gips Wasser Alkohol Abbindezeit
I. 100g 75cc 0cc 17 Min. (3)
II. 100g 71cc 4cc ( 5 Proc.); 18 (2)
III. 100g 67cc,5 7cc,5 (10 „ ); 22 (3)
IV. 100g 60cc 15cc (20 „ ); 37 (1).

Die Güsse sind alle gut, wenn auch nicht von gleicher Härte; die letzten Zahlen (in Klammern) zeigen den Härtegrad an; am härtesten erwies sich der Guſs beim gröſsten Alkoholzusatz, wobei zugleich die längste Zeit zum Abbinden erforderlich war. Eine Abhängigkeit zwischen Abbindezeit und Härte war übrigens nicht zu erkennen. Je nach ihrer chemischen Zusammensetzung, dem Grad des Brennens und der Feinheit des Pulvers führen auf die angedeutete Weise behandelte Gipssorten zu etwas verschiedenen Ergebnissen, und sind daher die oben angeführten Zahlen nicht auf alle Fälle ausdehnbar. (Nach bad. Gewerbeblatt).

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