Titel: Delany's Anordnung für Telegraphenleitungen mit starken Ableitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 5 (S. 575)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi12_5

Delany's Anordnung für Telegraphenleitungen mit starken Ableitungen.

Wenn auf Ruhstromlinien, in denen die Telegraphirbatterien auf mehrere Aemter vertheilt sind, starke Ableitungen vorhanden sind, so kann es vorkommen, daſs in Zwischenstationen die Anker der Elektromagnete nicht abfallen, wenn in einem Amte durch Niederdrücken des Tasters der Strom unterbrochen wird. Den daraus entspringenden Uebelständen will P. B. Delany in New York nach seinem Vortrage im American Instistute (vgl. Transactions 1889 * S. 506) und im Franklin Institute (Bd. 98 * S. 57) dadurch abhelfen, daſs er in den beiden mit Batterien ausgerüsteten Endämtern einen sogen. Linien-Ordner (line adjuster) aufstellt. Dieser enthält einen Elektromagnet, welcher zugleich mit dem Klopfer in den Lokalstrom eingeschaltet wird, durch einen Umschalter jedoch ausgeschaltet werden kann, so lange er nicht gebraucht wird, weil die Linie in gutem Stande ist. Beginnt nun das eine Endamt der auf amerikanischen Ruhestrom geschalteten Linie zu telegraphiren, so wird bei der ersten Linienunterbrechung im Taster der Strom so geschwächt, daſs trotz der starken Ableitung das Relais in dem anderen Endamte, das natürlich entsprechend fein eingestellt sein muſs, seinen Anker abfallen läſst, dadurch den Lokalstrom unterbricht und daher auch den Anker des Linien-Herstellers zum Abfallen bringt; letzterer aber dreht beim Abfallen einen Contactarm auf einer Contactplattenscheibe so weit, daſs auch im zweiten Endamte die Leitung auf kurze Zeit unterbrochen wird. Da jetzt beide Batterien ausgeschaltet sind, müssen sicher die Anker in allen Zwischenämtern abfallen und dadurch werden diese Aemter darauf aufmerksam gemacht, daſs auf der mit Störungen behafteten Leitung gerufen wird.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: