Titel: Durchlöcherte Fensterscheiben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 3 (S. 597–598)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi13_3
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Durchlöcherte Fensterscheiben.

Um einen lebhaften Luftwechsel zu erzielen, wenden Gebr. Appert in Clichy siebartig durchlöcherte Glastafeln an, von denen je zwei oder drei für ein Zimmer an Stelle der gewöhnlichen Fensterscheiben eingesetzt, eine unmerkliche Zuführung frischer Luft ermöglichen, ohne durch unschöne Wirkung und Beeinträchtigung des Lichtzutritts zu stören. Die durchlochten Glasscheiben unterscheiden sich nur in geringem Maſse von gewöhnlichen Fensterscheiben und können daher in dem elegantesten Raume angebracht werden. Diese Tafeln werden wie Kathedralglas mit Hilfe von Maschinen hergestellt, wobei die Platte oder der Preſstisch mit vielen in dichten Reihen sich erhebenden Stiften versehen ist, um welche sich die welche Glasmasse schlieſst, um nach der Pressung eine Tafel mit vielen kleinen Oeffnungen darzustellen. Durch die gleichmäſsige zugfreie Lufterneuerung empfehlen sich die durchlöcherten Scheiben für Wohn-, Kranken- und Schulzimmer, für Fabriken und für den Privatgebrauch, namentlich da, wo wegen des Zusammenseins vieler Personen auf fortwährenden und dabei nicht empfindlich berührenden Luftwechsel Bedacht genommen werden muſs.

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