Titel: Reinigung der Luft in Arbeitsräumen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 276/Miszelle 6 (S. 598–599)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj276/mi276mi13_6

Reinigung der Luft in Arbeitsräumen.

Zum Beginn der heiſsen Jahreszeit bringt die Papierzeitung (1890 S. 952) die Anwendung des Fichtennadelduftes zur Reinigung der Luft in Erinnerung, und empfiehlt, da sich die Verwendung theurer Essenzen von selbst verbietet, zu diesem Zwecke das Terpentinöl in nachstehender Weise zu verwenden:

„Auf eine Literflasche Brunnenwasser wird ein schwacher Eſslöffel Terpentinöl |599| genommen, das Ganze gehörig durchgeschüttelt, bis die Flüssigkeit milchig getrübt ist, und mittels eines Zerstäubers im Saale vertheilt. Wenn ein Zerstäuber fehlt, hilft man sich durch öfteres Herumspritzen. Immer jedoch ist darauf zu achten, daſs das Oel im Wasser vertheilt ist, was sich am milchig getrübten Aussehen am besten erkennen läſst. Durch das flüchtige Terpentinöl werden eine Menge der in der Luft enthaltenen niederen Organismen getödtet und unschädlich gemacht, sowie auch eine Menge der in derselben enthaltenen riechenden Stoffe umgewandelt. Irgend welchen nachtheiligen Einfluſs übt das Terpentinöl auf den Organismus nicht aus, wenn die angegebene Verdünnung eingehalten wird.“

Wir haben seit langer Zeit dies Mittel mit Erfolg verwendet, halten es aber für viel einfacher das Terpentinöl in unvermischter Form mit einem Zerstäuber, wie er beispielsweise zum Fixiren von Zeichnungen mittels Schellacklösung gebraucht wird, in die zu reinigenden Räume zu blasen. Die erfrischende Wirkung des sich rasch im ganzen Raume vertheilenden Duftes ist geradezu überraschend.

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