Titel: Die Wiederholungssignale für Distanzscheiben bei der französischen Ostbahn.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 277/Miszelle 1 (S. 287)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj277/mi277mi06_1

Die Wiederholungssignale für Distanzscheiben bei der französischen Ostbahn.

Im Anschlusse an die früher (1890 275 * 589) gegebenen Mittheilungen über die telegraphischen Einrichtungen der französischen Ostbahn, mögen hier die von der genannten Bahn bei Distanzscheiben benutzten elektrisch-optischen Wiederholungssignale kurz erwähnt werden.

Zur Controle der Stellung der Distanzsignale benutzt man gewöhnlich ein mittels eines Rasselweckers gegebenes hörbares Signal. Wenn aber der Controlapparat in einer Bude der Weichenstellung nach Saxby aufzustellen ist, würde der von Weckern verursachte Lärm so groſs sein, daſs der Weichensteller nicht mehr die ihm von auſsen gegebenen Weisungen vernehmen würde. Daher hat die Ostbahn sichtbare Zeichen gebende (elektrisch-optische) Wiederholer eingeführt. Wenn das Distanzsignal auf halt steht, schlieſst es einen Contact und sendet einen Batteriestrom durch den Elektromagnet des Wiederholers, legt dessen magnetischen, auf eine zwischen den beiden Schenkeln liegende Achse aufgesteckten Anker um und nun zeigt die Scheibe des Wiederholers roth, anstatt weiſs, hinter einem Fenster. Diese leichte Scheibe des Wiederholers ist auf drei Viertel mit weiſsem Papier überzogen, das letzte Viertel mit rothem. So lange das Signal auf frei steht, und also die Controllinie stromlos ist, wird der Anker durch ein Gegengewicht in seiner Ruhelage erhalten; dann steht er aufrecht und man sieht im Fenster das Weiſs der Scheibe; geht dagegen ein die Controllinie durchlaufender Strom durch den Elektromagnet, so stellt sich der Anker mit seinen beiden Enden wagerecht gegen die Pole und die Scheibe zeigt roth. Dem Wiederholer ist ein kleiner Blitzableiter mit Spitzen und Papier beigegeben.

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