Titel: Untersuchung eines Kalkes aus dem Kalkwerk Schulz zu Soetenich i. d. Eifel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 277/Miszelle 3 (S. 383)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj277/mi277mi08_3

Untersuchung eines Kalkes aus dem Kalkwerk Schulz zu Soetenich i. d. Eifel.

Die Analyse des Kalkes, ausgeführt in der chemisch-technischen Versuchsanstalt, ergab:

Feuchtigkeit (bei 105° C bestimmt) 0,88 Proc
Wasser (chemisch geb.) 16,57
Kieselsäure (lösliche) 9,09
Kalk 66,07
Magnesia 1,42
Thonerde 2,72
Eisenoxyd 0,85
Alkalien 0,82
Schwefelsäure 0,45
Kohlensäure 1,55
Phosphorsäure Spuren
––––––––––––––
100,42 Proc.

Der Löschprozeſs begann 1 Minute nach erfolgter Anfeuchtung des Kalkes und war 6 Minuten darauf beendet; er beanspruchte 30,85 Proc. Wasser und verlief ohne steinige Rückstände zu hinterlassen. Das specifische Gewicht des geglühten Kalkpulvers ist 2,381. Ueber die Festigkeitsversuche sei folgendes bemerkt: Die Zugproben, welche 90 Tage lang an der Luft erhärteten, erreichten die höchste Zugfestigkeit, nämlich 15k auf 1qcm (Mischung: 1 Gew.-Th. Kalkpulver und 3 Gew.-Th. Normalsand, 13 Proc. Wasser). Nächstdem erreichten Proben aus 1 Gew.-Th. Kalkpulver und 5 Gew.-Th. Neuwieder Bimssand bei 8,5 Proc. Wasser, welche die ersten drei Tage an der Luft, dann unter Wasser erhärteten (ebenfalls im Ganzen 90 Tage) die höchste Zugfestigkeit: 14k,65 auf 1qcm. Die Druckfestigkeit war bei letzterer Probe am gröſsten, nämlich 92,7.

Prof. Dr. Böhme (Mittheilungen aus den Königl. techn. Versuchsanstalten zu Berlin, 1890 Jahrg. 8 S. 106).

H.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: