Titel: Elektrische Kettenförderung beim Bergbau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 279/Miszelle 3 (S. 23–24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj279/mi279mi01_3
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Elektrische Kettenförderung beim Bergbau.

Nachdem vor zwei Jahren auf dem Salzbergwerke Schmidtmannsthal bei Aschersleben eine obertägige, etwa 1000 m lange elektrische Kettenförderung mit gutem Erfolge eingerichtet worden war, hat man neulich dort auch in der Grube eine solche Förderang eingeführt. Die treibende Dynamomaschine dieser Förderanlage wird von einer 24 schnelllaufenden Dampfmaschine betrieben, welche im Maschinenhause der Ventilatoranlage aufgestellt ist. Der Strom wird durch asphaltirte, mittels einfacher Holzklemmen befestigter Kabel mit Eisenschutz durch das Wettertrum des Schachtes der getriebenen Maschine zugeführt. Diese überträgt ihre drehende Bewegung durch Riemen auf das Vorgelege der Arbeitsmaschine, welches bei dreimaliger Uebersetzung die stehend angeordnete Welle der Kettenscheibe mit 6½ Umdrehungen in der Minute betreibt. Letztere hat 1,5 m Durchmesser, so dass die Kette mit etwa 0,5 m Geschwindigkeit bewegt wird. Die Länge der Kettenbahn betrug bei Inbetriebsetzung bloss 180 m, bei 16 m Höhenunterschied der Anschlagepunkte, wird aber auf 500 m erweitert. Die Wagen mit 800 k Ladung werden in Entfernungen von 30 m mit der Kette verkuppelt. Die Anlage wurde von der Firma Siemens und Halske ausgeführt.

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