Titel: S. C. C. Currie's Elektricitätszähler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 279/Miszelle 3 (S. 72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj279/mi279mi03_3

S. C. C. Currie's Elektricitätszähler.

Der Elektriker der United Electric Improvement Company in Philadelphia, S. C. C. Currie, hat einen Elektricitätszähler angegeben, bei welchem die in einer gewissen Zeit durchgegangene Elektricitätsmenge mittels der in ein Gefäss übergeflossenen Flüssigkeitsmenge bestimmt wird. Die Flüssigkeit, z.B. angesäuertes Wasser, befindet sich in einem entsprechend grossen Gefässe; auf ihr schwimmt ein Schiffchen, worauf ein Solenoid sowie die Stütze für den Hebel, welcher an dem einen Arme den Solenoidkern trägt, und die Scala für den Zeiger am Hebel angebracht ist.

Der Hebel trägt ferner am Ende einen Heber mit zwei gleichlangen Schenkeln, welcher mit dem Ende des einen Schenkels in die Flüssigkeit eintaucht, während der andere Schenkel in das die überfliessende Wassermenge aufnehmende Gefäss hineinragt; die Bohrung des Hebers ist so fein, dass zufolge der Capillarwirkung die Flüssigkeit am Ausfliessen verhindert wird, sowohl wenn der Heber ganz aus der Flüssigkeit herausgehoben wird, als auch wenn er ein wenig in sie eintaucht. Mittels eines Gegengewichtes wird nun der Hebel so eingestellt, dass der Heber etwa 3 mm unter den Flüssigkeitsspiegel hinabreicht, er also gar nicht über den Spiegel zu kommen braucht.

Zieht dann das Solenoid den Kern in sich hinein, so beginnt der Heber zu fliessen; das Hineinziehen ist aber nicht proportional der Stromstärke, welche zugleich an der Scala abgelesen werden kann, und deshalb ist an dem den Kern und den Heber tragenden Hebelarme noch ein Schwimmer angebracht, dessen Querschnitt wechselt und so gewählt ist, dass der Widerstand, den er beim Verdrängen der Flüssigkeit dem Niedergehen entgegenstellt, bei den verschiedenen Eintauchtiefen diesen Tiefen so angepasst ist, dass die Eintauchung und die ausfliessende Flüssigkeitsmenge genau der Stromstärke im Solenoid proportional ist. Die Stromzuführung zum Solenoid vermitteln in Quecksilbernäpfchen tauchende Drähte i, sie wird daher beim Niedergehen des Schiffchens nicht unterbrochen, sofern nicht etwa durch ein Versehen oder einen Zufall das Schiffchen unter eine bestimmte Grenze herabgeht.

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