Titel: Schutz für die eingemauerten Balkenköpfe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 281/Miszelle 2 (S. 24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj281/mi281mi01_2

Schutz für die eingemauerten Balkenköpfe.

Zur Verhütung von Schwammbildung und Fäulniss bei eingemauerten Balkenköpfen, schreibt Fr. Bauer in der Bauzeitung, wurde beim Neubau einer Doppelvilla in Berlin unmittelbar an den Stirnen der auf dem Mittelgiebel auflagernden Balken entlang eine alte werthlose Siederöhre eingelegt, welche an dem einen Ende über die Verputzfläche der Umfassungsmauer um ein Weniges vorsteht, mit dem anderen Ende in einen Lüftungskamin mündet; an jedem Balkenkopfe ist diese Röhre angebohrt; die Balkenköpfe sind an den Seitenflächen trocken eingemauert und stossen mit der unteren Stirnkante an die Röhre, auf deren Decke ein Hohlraum an jeder Balkenstation ausgespart ist. Dadurch werden sämmtliche Balkenköpfe fortwährend mit der Aussenluft in Verbindung gebracht und ohne besondere Kosten wird die Austrocknung des Balkenholzes befördert. Bei gleichlaufenden Gebälken auf die ganze Haustiefe kann die Röhre innerhalb des Giebels von einer zur anderen Umfassung durchgelegt werden, wobei derselbe Erfolg ohne Ventilationskamin erzielt wird. Auch lassen sich die auf den Umfassungsmauern auflagernden Balkenköpfe in gleicher Weise mit der Aussenluft in Verbindung bringen. Eine derartige Anbringung von an den Balkenköpfen vorüber führenden Luftkanälen, deren Ein- und Ausmündungen am Aeusseren kaum wahrzunehmen und deren Kosten ganz unerhebliche sind, dürfte sich in vielen Fällen empfehlen.

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