Titel: Beleuchtung von Räumen für Künstler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 281/Miszelle 1 (S. 47)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj281/mi281mi02_1

Beleuchtung von Räumen für Künstler.

Ueber eine Beleuchtung, welche vor Kurzem in den Räumen des Berliner königl. Kunstgewerbemuseums versucht worden ist, macht der Elektrotechnische Anzeiger folgende Mittheilung:

Durch einen einfachen Apparat erhält das Licht fast alle Eigenschaften, welche gutes Tageslicht besitzen muss; wie jenes fällt es schräg von oben, blendet nicht und gibt einen weichen, aufgehellten Schatten. Der Apparat besteht aus zwei schräg an der Wand und excentrisch zu einander angeordneten Reflectoren, deren Innenseiten einander zugekehrt sind und von welchen der eine die Grösse und Form eines Atelierfensters hat. Von den beleuchteten Gegenständen aus gesehen erscheint er als ein mehrere Quadratmeter grosser Leuchtkörper, der auf allen Seiten fast gleich hell ist, d.h. nur in der Mitte eine etwas hellere Stelle hat. Durch Einlegen durchscheinender Glasscheiben kann die Helligkeit dieser Stelle beliebig verändert werden, so dass die Schatten der Gegenstände beliebig hart und weich erscheinen. Der Apparat kommt für eine oder für zwei Bogenlampen in Anwendung. Letztere Anordnung hat den Vorzug, dass man vollständige Gleichmässigkeit herstellen kann; falls nämlich eine Lampe weniger leuchten sollte, leuchtet die andere entsprechend stärker, so dass die Summe des Lichtes immer die gleiche bleibt.

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