Titel: Eine neue leicht schmelzbare Emailmasse zur Herstellung künstlicher Gebisse von G. Cunningham.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 281/Miszelle 4 (S. 48)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj281/mi281mi02_4

Eine neue leicht schmelzbare Emailmasse zur Herstellung künstlicher Gebisse von G. Cunningham.1

Gewöhnlich wird die Platte für künstliche Gebisse aus vulkanisirtem Kautschuck oder aus Goldblech hergestellt, während die Zähne aus Porzellan bestehen und mit Hilfe von Platinstiften durch passendes Einsetzen in ersterem Falles oder durch Löthen in letzterem Falle befestigt werden. Gaumenplatten aus emaillirtem Blech herzustellen, erschien nicht nur aus Gründen der Reinlichkeit wünschenswerth, sondern auch wegen des schöneren Aussehens der letzteren.

Nach zahlreichen vergeblichen Versuchen war es dem Verfasser gelungen, ein leicht schmelzbares Email darzustellen, das allen Anforderungen genügt. Als Unterlage, auf welcher die Zähne und das Email aufgeschmolzen werden, dient eine gestanzte Platinplatte (andere Metalle würden entweder eine Färbung der Glasmasse oder ein Abspringen derselben bedingen). Die Platinunterlage wird sammt den Zähnen in Gyps und Asbest eingebettet, das Email aber in Form einer Paste aufgetragen. Durch allmähliches Erhitzen in einem Muffelofen wird die glasige Masse zum Schmelzen gebracht, überzieht nicht nur die Platinplatte schön und gleichmässig mit einer Emailschicht, sondern schmilzt auch an die Zähne an und bedingt dadurch eine feste Vereinigung der letzteren mit der Gummiplatte: (Nach einem vom Verfasser dem Referenten gütigst eingesandten Separatabdrucke.)

Zg.

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A new low fusing continuous gum, by G. Cunningham, read before the section of Odontology, International Medical Congress Berlin 1890.

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