Titel: Verfahren zur Messung toller Temperaturen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 281/Miszelle 3 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj281/mi281mi06_3

Verfahren zur Messung toller Temperaturen.

Nach D. R. P. Nr. 54611 vom 9. Mai 1890 verfährt der Magdeburger Verein für Dampfkesselbetrieb in Magdeburg-Sudenburg in der Weise, dass die Geschwindigkeit gemessen wird, mit welcher die Wärme von der zu untersuchenden Wärmequelle auf einen anderen Körper übergeht. Die gefundenen Werthe werden alsdann mit den bei bekannten Temperaturen erhaltenen Werthen verglichen. Bringt man z.B. die Kugel eines Gefässes in einen Raum, dessen Temperatur bestimmt werden soll, so steigt das Quecksilber in dem Thermometerrohr empor und berührt einen unteren Contact. Dadurch wird eine elektrische Leitung geschlossen, der Elektromagnet derselben bringt einen Schreibstift mit dem Papierstreifen in Berührung, der durch ein Uhrwerk mit bekannter Geschwindigkeit an dem Schreibstift vorbeigezogen wird, so dass dieser eine Linie auf dem Papier erzeugt. Ist das Quecksilber weiterhin bis zu dem einen höher liegenden Contact gestiegen, so wird durch einen anderen Elektromagneten ein zweiter Schreibstift in Thätigkeit gesetzt, welcher neben der ersten eine zweite Linie auf dem Papierstreifen verzeichnet. Aus der Länge der einfachen Linie ergibt sich die Geschwindigkeit des Wärmeüberganges und daraus, wie oben bemerkt, die Höhe der beobachteten Temperatur.

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