Titel: Die Reinigung des Alkohols für Laboratoriumsgebrauch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1891, Band 281/Miszelle 4 (S. 287)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj281/mi281mi12_4

Die Reinigung des Alkohols für Laboratoriumsgebrauch.

Bei der Bereitung von alkoholischer Kalilauge und alkoholischer Silbernitratlösung (zur Prüfung von Fetten u.s.w.) ist der käufliche Alkohol in Folge seiner Verunreinigungen oft nicht verwendbar. Wird z.B. 93proc. Alkohol in Zinngefässen aufbewahrt, so bilden sich oft wolkige Trübungen von Zinnoxyd, welche sich nicht filtriren lassen. Zur Reinigung des Alkohols kann man nach E. Waller (Journ. Am. Chem. Soc.) zweckmässig folgendes Verfahren anwenden: Man pulverisirt krystallisirtes Kaliumpermanganat und setzt der zu reinigenden Menge Alkohol so lange von diesem Pulver zu, bis die Flüssigkeit deutlich roth gefärbt erscheint. Nach einiger Zeit wird sich ein brauner Niederschlag von Mangansuperoxyd bilden, welchen man absitzen lässt. Man setzt dann zu dem Alkohol eine geringe Menge kohlensauren Kalk und destillirt den Alkohol ab. Es ist rathsam, die ersten Mengen des Destillates der zweiten zu reinigenden Portion Alkohol zuzusetzen. Das Kaliumpermanganat scheint Fuselöle, Furfurol und ähnliche Verbindungen, welche sich im Alkohol als Verunreinigungen finden, zu oxydiren, und um die gebildeten Säuren zu fixiren, setzt man Calciumcarbonat zu. Kaustische Alkalien zuzusetzen, ist nicht zu empfehlen, da dieselben leicht zur Bildung von Aldehyd Anlass geben können. Das Destillat wird so lange zurückbehalten, bis es, mit stärkster Kali- oder Natronlauge gekocht, nach dem Abkühlen nicht mehr gelb erscheint.

B.

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