Titel: Verwendung des Glasbruches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 282/Miszelle 3 (S. 96)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj282/mi282mi04_3

Verwendung des Glasbruches.

Eine neue Verwendung von Glasbruch haben Rostaing Gatchey und Geille in Paris erfunden. Stücke zerbrochenen Glases von verschiedener Färbung werden, nachdem sie zu angemessener Grösse zerkleinert worden sind, zusammen gemischt, in Formen gebracht, die mit Kieselerde, Talkum oder einem anderen widerstandsfähigen Material ausgestrichen sind, und erhitzt. Dadurch entsteht eine zusammenhängende Masse, welche zugerichtet und in unregelmässig gefärbte Blöcke geschnitten werden kann. Diese Blöcke können als künstlicher Marmor verwendet werden. Sie sind gewöhnlich auf einer Seite rauh und zuweilen unvollständig verschmolzen, weshalb sie sich mit wenig Mörtelzugabe sehr gut zur Aufführung von Mauern eignet. Reliefmuster können durch Pressung erhalten werden, während der Block oder die Platte noch plastisch ist. Wenn eine auseinandernehmbare Form vorhanden ist, dann können die Glasstücke so vertheilt werden, dass während des Erhitzens ein sehr effectvolles buntes Glasfenster entsteht, bei dem die Notwendigkeit der soust üblichen Bleifassung vermieden wird. (Thonindustriezeitung.)

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