Titel: Die Consistenzprüfung von Maschinenfetten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 282/Miszelle 2 (S. 120)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj282/mi282mi05_2

Die Consistenzprüfung von Maschinenfetten.

Nach dem Vorschlage von R. Kissling soll für Zwecke der Consistenzprüfung die Zeit gemessen werden, welche ein cylindrischer Stab gebraucht, um in das zu prüfende Fett bis zu einer bestimmten Tiefe einzusinken. Je nach der Consistenz des Fettes wird ein Messingstab, ein Zink- oder ein Glasstab verwendet; das Gewicht des ersteren beträgt 150 g, das des zweiten 100 und das des letzteren 50 g. Die am unteren Ende in eine Spitze auslaufenden Stäbe (Fig.) haben eine Länge von etwa 30 cm und einen Durchmesser von 8 bis 10 mm; an ihrem oberen Ende sind sie mit einer einen kleinen Stift tragenden Platte versehen. Man setzt nun die Spitze des durch das Loch der Führungsplatte hinabgeführten Stabes auf das Fett und ermittelt die Zeit, welche vom Loslassen des Stabes bis zum Aufstossen des kleinen Stiftes auf die Führungsplatte verstreicht. Natürlich muss zur Erzielung vergleichbarer Resultate das Fett stets die nämliche Temperatur (20° C.) besitzen, und ferner darf das Einfüllen des Fettes in die zum Prüfungsapparat gehörige Büchse nicht so geschehen, dass dadurch die ursprüngliche Consistenz. des Fettes verändert wird.

Textabbildung Bd. 282, S. 120
Diese Methode macht keinen Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit, gibt aber für Beurtheilung des Consistenzgrades von Maschinenfetten brauchbare Zahlen, wie aus den angeführten Belegeversuchen zu ersehen ist. (Chemiker-Zeitung, 1891 Bd. 15 Nr. 18 S. 298.)

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