Titel: Bagnold's Geber für elektrische Klingeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 282/Miszelle 2 (S. 271–272)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj282/mi282mi12_2

Bagnold's Geber für elektrische Klingeln.

Sowohl die bei elektrischen Klingeln benutzten Druckknöpfe, als die Zugtaster haben in Bezug auf die Sicherheit der Contacte und die Reinhaltung derselben und ebenso rücksichtlich ihrer Benutzung von verschiedenen Stellen eines Zimmers aus ihre Schattenseiten. Ihre Mängel hat der Major Bagnold in einem Geber zu beseitigen gesucht, welcher von Siemens Brothers & Co. in London ausgeführt wird. Nach dem Telegraphic Journal 1891 Bd. 29 * S. 545 besteht dieser Geber einfach aus einem elastischen Stahlstabe, welcher mit seinem untern Ende in einem Messingstücke festgemacht ist. Auf das obere Ende des Stabes ist ein Messingknopf aufgeschraubt, dessen Schaft sich innerhalb eines Messingringes befindet, während der Knopf sich noch ein Stück oberhalb des Ringes befindet. Da die Enden des Stromkreises an das Messingstück und den Messingring geführt sind, so wird der Strom der Batterie nach der Klingel entsendet, sowie der Schaft des Knopfes an den Ring heranbewegt und mit ihm in Berührung gebracht wird. Damit nun auch von einer beliebigen Stelle des Zimmers aus geklingelt werden kann, ist der Knopf mit einer ringsum laufenden Furche versehen, in welcher eine feine Schnur befestigt und nach einer andern Stelle des Zimmers geführt werden kann; zieht man an der Schnur, so ertönt die Klingel zufolge der Schliessung des Stromkreises.

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Die Contactstellen brauchen nicht versilbert oder platinirt zu werden, denn sie lassen sich ganz leicht reinigen, indem man nur den Stab innerhalb des Ringes rings herum dreht.

Will man ein Rücksignal haben, so bringt man in bekannter Weise eine vernickelte Stahlglocke seitwärts über dem Stabe an, welche diesen und einen gewöhnlichen Elektromagnet verdeckt. Die eigentliche Klingel muss dann ein Selbstunterbrecher sein, und so oft diese beim Klingeln den Strom unterbricht und wieder schliesst, schlägt der Elektromagnet unter der Glocke des Gebers einen Klöppel gegen diese Glocke.

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