Titel: Gooch und White's Elektrothermograph.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1890, Band 282/Miszelle 3 (S. 272)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj282/mi282mi12_3

Gooch und White's Elektrothermograph.

In der Lumière Eiectrique 1891 Bd. 42 S. 279 findet sich die Beschreibung eines aus dem Jahre 1890 stammenden elektrischen Thermographen von Gooch und White. Die elektrische Schaltung in demselben entspricht der Wheatstone'schen Brücke. Die Batterie liegt in der einen Diagonale, welche von einem Gleitcontacte nach der Verbindungsstelle zweier Spiralen führt, welche aus zwei Metallen hergestellt sind, deren Widerstand sich mit der Temperatur möglichst verschieden ändert. Die beiden anderen Enden der Spiralen sind mit zwei Widerständen verbunden, zwischen denen ein Draht ausgespannt ist, woran der erwähnte Gleitcontact verschoben werden kann. Die zweite Diagonale verbindet die beiden Stellen mit einander, in denen sich die von den Spiralen kommenden und nach den Widerständen laufenden Drähte mit den beiden Widerständen vereinigen und enthält ein Galvanometer. Die Lage, in welche man den Gleitcontact am Drahte bringen muss, damit die Galvanometernadel auf Null steht, gibt auf einer durch den Versuch graduirten Scala den Unterschied zwischen der Temperatur der beiden Spiralen an.

Der Thermograph verschiebt nun selbsthätig den Gleichcontact am Drahte und bringt fortdauernd die Nadel auf Null; er verzeichnet zugleich die Verschiebungen mittels eines Stiftes auf einer durch ein Triebwerk in Umdrehung versetzten Trommel. Dazu erhält ein zweites Triebwerk einen Muff mit zwei Kegelrädern in Umlauf, welche in ein Kegelrad auf der Achse einer Schraube eingreifen können und dann die Mutter der Schraube hin oder her bewegen; an der Mutter aber ist zugleich der Gleitcontact und der Schreibstift befestigt. Die Verschiebung des Muffes veranlassen zwei Elektromagnete durch ihre Anker, wenn durch die Rollen des einen, oder des andern der Strom einer zweiten Batterie geschlossen wird; der eine Pol der letztern ist mit der Galvanometernadel verbunden, der andere durch die Rollen der Elektromagnete hindurch mit zwei der Nadel gegenüberstehenden Contacten; in gewissen Zwischenräumen drückt nun das zweite Triebwerk die Nadel gegen die beiden Contacte hin und schliesst den Stromkreis an demjenigen, welchem das an der abgelenkten Nadel angebrachte Contactstück eben gegenüberliegt.

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