Titel: Darstellung eines weissen Cementes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 5 (S. 44)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi02_5

Darstellung eines weissen Cementes.

Eine Vorschrift für weissen Cement für Bauornamente und dergl., welcher dem Wasser besser widersteht als Gyps, theilt O. Fahnejelm mit: eine Mischung von 75 Th. reiner geschlämmter Kreide und 25 Th. Kaolin gibt, wenn sie bei Rothglühhitze gebrannt und nachher gemahlen, ein schneeweisses Pulver, das, wenn die Hitze zu gross gewesen ist, leicht einen Stich ins Blaue zeigt. Dieser Cement allein, oder mit einigen Procenten Gyps versetzt, ist ein vorzüglicher hydraulicher Mörtel, der unter Wasser erhärtet und schon nach 7 Tagen (die Grant'sche Probe) eine Festigkeit von 6 bis 10 k auf 1 qcm erreicht. Nach 3 Monaten hat derselbe eine Festigkeit von 25,5 k auf 1 qcm gezeigt. Allerdings lässt sich dieser Cement nicht wie Gyps giessen, sondern man muss ihn wie Portlandcement behandeln. Gegenstände von diesem Cement nehmen eine blauweisse Farbe an, welche der von Marmor oder Bisquit sehr ähnlich ist. (Nach „Technol“ durch Polytechnisches Notizblatt 1891. Bd. 46. S. 192.)

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