Titel: Die Telegraphen- und Telephonanlagen in Deutschland.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 2 (S. 92)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi04_2

Die Telegraphen- und Telephonanlagen in Deutschland.

In der Sitzung des Elektrotechnischen Vereins in Berlin am 27. October d. J. hat der Vorsitzende u.a. auch Mittheilungen über die derzeitige Ausdehnung der Telegraphen- und Telephonanlagen in Deutschland gemacht.

Das Telegraphennetz im Deutschen Reiche einschliesslich Bayern und Württemberg umfasste:

1890 1891
98391 108536 km Linie mit
334083 367438 km Leitung;
17200 18121 Betriebsstellen, darunter
6475 Stellen mit Telephonbetrieb:
6329 km Landkabel mit
42908 km Leitung,
3504 km Seekabel mit
7337 km Leitung.

Die Telephonanlagen im Reichstelegraphengebiete enthielten:

1890 1891
223 275 Städte mit allgemeinen Telephon-
anlagen, worin
50508 58500 Sprechstellen:
7000 9100 km Linien mit
79800 8700 km Leitung.

Die Zahl der Sprechstellen ist in Berlin auf 16300 angewachsen; Hamburg hat 2400, Leipzig 2250. Die Gesammtzahl der täglichen Gespräche beläuft sich auf 640200, in Berlin allein auf 238870. 292 Anlagen mit 21000 km Leitung aus Bronzedraht dienen zur Verbindung verschiedener Stadt-Telephonanlagen unter einander.

Die 8 Bezirkstelephonnetze zählten 4204 Sprechstellen und hatten 8307 km Anschlussleitungen und 5200 km Verbindungsleitungen. Die Verwendung des Bronzedrahtes hat sich zufolge der damit gemachten günstigen Erfahrungen im Reichstelegraphengebiete auf 59621 km erweitert, wovon 56931 km auf Telephoneinrichtungen und Verbindungsleitungen und 2690 auf Telegraphenanlagen für den allgemeinen Verkehr entfallen.

Der Vortrag ist vollständig abgedruckt im Archiv für Post und Telegraphie 1891. S. 733.

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