Titel: Künstliches Elfenbein
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 4 (S. 116)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi05_4

Künstliches Elfenbein

von A. und S. De Pont. (Oesterreich-Ungarisches Privilegium vom 22. Nov. 1890.)

Die Verfasser wollen künstliches Elfenbein dadurch herstellen, dass sie die chemischen Bestandtheile der Zähne mit einander mischen und verarbeiten.

Zur Herstellung der neuen Masse mischt man zweckmässig:

Calciumoxyd (CaO) 100 Theile
Wasser (H2O) 300
Wässerige Lösung von Phosphorsäure
(H3PO4) specifischen Gewichtes 1,05
bis 1,07


75


Calciumcarbonat (CaCO3) 0,16
Magnesia (MgO) 1–2
Thonerde als gefälltes Hydrat 5
Albumin 20
Gelatine 15

und knetet das Gemenge, bis es eine teigige, plastische Masse bildet. Diese wird in Formen auf 15 – 20° C. erhitzt und im Luftstrom zwei Tage der Trocknung überlassen.

In Pressformen wird die Masse nun einem Druck von 300 kqc bei 132° C. eine Stunde lang ausgesetzt. Nach dem Erkalten wird die fertige Masse drei bis vier Wochen trocknen gelassen und schliesslich abgedreht und polirt.

Vermuthlich wird die fertige Masse mehr dem gewöhnlichen Bein als dem Elfenbein gleichen.

Zg.

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