Titel: Antik-Bronze für Gypsgegenstände.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 3 (S. 140)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi06_3

Antik-Bronze für Gypsgegenstände.

Um Gypsgegenständen das Aussehen der antiken Bronze zu ertheilen, bedient man sich einer Bronzirflüssigkeit, welche man auf folgende Weise erhält: Eine Lösung von Palmölseife in weichem Wasser wird mit einer Lösung von Eisenvitriol und Kupfervitriol versetzt. Der entstandene Niederschlag, der je nach der Menge der angewandten Vitriole mehr oder minder intensiv gefärbt ist, wird abfiltrirt, gut ausgewaschen und getrocknet. Der pulverförmige Niederschlag wird in einem trocknenden Oele oder in einer Mischung von bestem Leinöl mit weissein Wachs gelöst und ist dann zum Gebrauche fertig. – Sind die Gypsfiguren, welche bronzirt werden sollen, neu und rein, so werden sie angewärmt und dann mit der Farbe überzogen. Sind dagegen die Gegenstände alt und beschmutzt, so müssen sie erst durch Abwaschen mit einer verdünnten Aetzkalilauge (3 in 100) und Nachwaschen mit Wasser gereinigt und gut getrocknet werden. Haftet der Schmutz sehr fest oder sind die Gegenstände schon zu dunkel geworden, so trägt man dickflüssige, gewöhnliche Stärke etwa messerrückenbreit auf, lässt eintrocknen, und wäscht dann den Stärkeüberzug mit lauwarmem Wasser ab. – Der Ueberzug der Farbe haftet so fest, dass die Gegenstände mit warmem Wasser abgewaschen werden können. (Nach Chem. und Drog. durch Polytechnisches Notizblatt 1891 Bd. 46, S. 184)..

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