Titel: Erdölsicherheitskanne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 2 (S. 162)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi07_2

Erdölsicherheitskanne.

Von einer Berliner Firma (C. F. Kindermann, Möckernstrasse 68) wird eine Erdölsicherheitskanne in den Handel gebracht, welche so eingerichtet ist, dass eine Entzündung des Inhalts, eine Explosion, durch Hineinschlagen einer Flamme unmöglich gemacht ist. Es wird dies auf zweierlei Weise bewerkstelligt:

1) Das Ausflussrohr ist an seiner Einmündung in die Kanne mit einem Drahtnetz versehen und hat an seinem Ende ein zu seiner Längsachse senkrecht stehendes, kurzes Röhrchen, das sich in seinem weiteren Verlauf kreisförmig wieder zur Längsachse zurückbiegt. Durch diese Einrichtung bleibt in dem Winkel, den das senkrecht stehende kurze Röhrchen mit der Zurückbiegung bildet, stets Flüssigkeit; es kann also in das Innere der Kanne keine Luft eintreten.

2) Das Innere der Kanne steht durch ein Röhrchen mit der äusseren Luft in Verbindung. Dieses Luftröhrchen hat da, wo es in die Kanne einmündet, eine kugelförmige Erweiterung, in der sich ein Drahtsieb befindet, und ist ebenfalls so gebogen, dass allenfalls hineinkommende Flüssigkeit in der Biegung stehen bleibt.

Bei einer etwaigen Entzündung des Brennstoffes könnte die Flamme höchstens bis zu den Drahtsieben gelangen, welche Ausguss- und Luftrohr von dem Innern der Kanne trennen. Ueberdies wird eine Ansammlung explosiver Gase durch das Luftrohr verhindert. (Nach Polytechnisches Notizblatt 1891, Bd. 46 S. 192.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: