Titel: Conservirung von Holz durch Naphtalin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 5 (S. 163)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi07_5

Conservirung von Holz durch Naphtalin.

Von allen Mitteln zur Conservirung des Holzes, um dasselbe gegen Fäulniss oder gegen äussere Einflüsse der Atmosphäre zu schützen, hat sich nach den Erfahrungen, die man in neuerer Zeit in England machte, das Naphtalin am besten bewährt.

Die Imprägnirung des Holzes geschieht nach Aitken einfach dadurch, dass man dasselbe einige Stunden in geschmolzenes Naphtalin von 82–93° taucht. Letzteres schmilzt man in geeigneten Kufen, die von unten her durch Dampfröhrenleitung erhitzt werden.

Eisenbahnwagen der Nordenglischen Bahn, welche mit dem imprägnirten Holz im Jahr 1882 erbaut worden waren, zeigten sich noch vollkommen brauchbar. Ebenso erwiesen sich Schwellen, nachdem sie sieben Jahre gelegen, noch völlig unversehrt. – Ein weiterer Vorzug des mit Naphtalin imprägnirten Holzes liegt darin, dass es von Insecten nicht angegriffen wird. Da das Holz trotz der Imprägnirung nicht schwer zu bearbeiten ist, so liesse sich dasselbe wohl zweckmässig für Möbel, Fussböden u.s.w. verwenden. (Nach Engineering durch Polytechnisches Notizblatt 1891. Bd. 46 S. 40 und 143.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: