Titel: Freitreppe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 3 (S. 187)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi08_3

Freitreppe.

Unter dem Namen „Columbus-Treppe“ (D. R. P. Nr. 56228) führt Rudolf Hermanns in Elberfeld eine Treppenconstruction (Fig. 1–3) ein, auf deren Wangen aus ⊓-Eisen, die nach dem Steigungsverhältniss verlegt sind, Tragschemel S einfach durch Einstecken der Nasen S1 in die Langlöcher des ⊓-Eisens befestigt werden. Die Tragschemel haben auf der Oberseite zwei Leisten, von denen die hintere u hakenförmig ausgebildet ist. Wird nun zwischen die Leisten ein die Setzstufe darstellendes Profileisen, z.B. ein I-Eisen, eingelegt und von Oberkante der einen Setzstufe bis zur Unterkante der nächsten Stufe Hinterfüllungserde eingebracht, so bewirkt der Druck der Hinterfüllung selbst einen festen Schluss aller Theile gegen einander. Da Kleineisenzeug vollständig vermieden ist, so kann das Verlegen auch von Leuten, die in Eisenarbeiten ungeübt sind (z.B. Gärtnern), vorgenommen werden. Die Treppen werden von der Firma Richard Hermanns und Co. in Elberfeld zum Preise von 6 bis 7 Mark für je ein Meter Stufenlänge bei Treppenbreiten von Walzlänge bis herab zu 1,5 m geliefert. Hierbei ist ein Steigungsverhältniss von 15 zu 37 cm vorausgesetzt. Geländer, welche eine kleine Abweichung in der Form der Schemel bedingen, werden besonders berechnet. (Centralblatt der Bau-Verwaltung 1891, S. 476.)

Textabbildung Bd. 283, S. 187
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