Titel: Elektricität für den Verschiebedienst auf Bahnhöfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 4 (S. 235)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi10_4

Elektricität für den Verschiebedienst auf Bahnhöfen.

In Nr. 10 der Deutschen Bauzeitung vom 3. Februar 1892 regt der kgl. Eisenbahnmaschinen-Inspector Brettmann die Frage an, ob nicht der Verschiebedienst für die Eisenbahnwagen mittels Elektricität zu bewirken sei? Zur Begründung macht er auf die hohen Kosten aufmerksam, welche der bisherige Verschiebedienst mit Locomotiven erfordert. Während des Betriebsjahres 1889/90 sind auf den preussischen Staatsbahnen 10433392 Verschubdienststunden geleistet, welche allein an Heizkosten 6 Mill. M. erfordert haben. Dabei sind die Unterhaltungskosten und die Kosten für das Personal noch nicht in Betracht gezogen. Von den rund 40,6 Mill. M. der Gesammtkosten der Züge entfallen gegen 7,7 Mill. M. = 19 Proc. auf den Verschiebedienst.

Als bequemstes und billigstes Betriebsmittel kann nach Brettmann nur die Elektricität in Frage kommen, die ja ohnehin in nächster Zeit allgemein zur Beleuchtung der Bahnhöfe Eingang finden wird.

Am vortheilhaftesten erscheint es dem Verfasser, zwischen den Gleisen senkrecht stehende Winden oder Gangspille anzuordnen, von denen mehrere gleichzeitig zur Bewegung eines grösseren Wagenzuges benutzt werden können. In gewissen Fällen würden sich auf Zahnstangen wirkende Motorwagen empfehlen, die auf den betreffenden Gleisen ihren Platz haben und nötigenfalls mittels Schiebebühne von einem zum anderen Gleise gebracht werden können. Wir betrachten vorstehende Zeilen als Anregung für die Kreise der Elektrotechniker und verweisen im Uebrigen auf die Quelle.

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