Titel: Ueber die Einwirkung von Chloriden auf Portlandcement.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 283/Miszelle 2 (S. 284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj283/mi283mi12_2

Ueber die Einwirkung von Chloriden auf Portlandcement.

Dobrzynski studirte die Einwirkung folgender Metallchloride auf Cement:

Chlormagnesium,
Chlorbaryum,
Chlornatrium,
Chlorammonium

und fand im Wesentlichen Nachstehendes: Die zur Erlangung der Normalconsistenz erforderliche Wassermenge zum Anrühren ist um so grösser, je schwerer sich das Chlorid in Wasser löst. Bei den schwerer löslichen Chloriden wird gleichzeitig mit steigendem Procentgehalt an Chlorid die Bindezeit verlangsamt.

Um die Zugfestigkeit zu ermitteln, wurden die Probekörper mit Chlorsalzlösungen zubereitet und in entsprechende Lösungen von derselben Concentration gebracht. Dabei wurde gefunden, dass das Chlorbaryum dieselbe am meisten steigert. Chlorbaryum. und Chlorammonium ergaben eine Verminderung der Festigkeit. (Thonindustrie-Zeitung, 1892. 16. 64.)

Bekanntlich widersteht der Cement auch der Einwirkung heisser wässeriger kaustischer Alkalien. Es steht nichts entgegen, solche Gefässe aus reinem Cement oder bei grösseren Dimensionen nach dem Moniersystem bezieh. auch als Cementmauerwerk in jeder beliebigen Grösse und Form auszuführen, um sie als Reservoire für kalte und heisse wässerige Alkalien zu verwenden.

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