Titel: Elektrische Beleuchtung durch die Kraft des Windes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 284/Miszelle 2 (S. 144)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj284/mi284mi06_2

Elektrische Beleuchtung durch die Kraft des Windes.

Wie Engineering mittheilt, ist kürzlich in der Müllerei der Herren T. E. Carwardine und Co. in der City-Road, London E. C., eine elektrische Beleuchtungsanlage errichtet worden, deren Kraftquelle ein Windrad bildet, das auf dem Dache des Gebäudes errichtet ist. Dieses Windrad hat einen Durchmesser von 9 m, ist von Alfred Williams und Co. geliefert worden und nach Halladay's Bauweise eingerichtet, ist also mit einer Regulirvorrichtung versehen, welche bewirkt, dass, wenn die Geschwindigkeit eine bestimmte Anzahl von Umdrehungen in der Minute übersteigt, die Flügel sich ausrücken, indem sie sich parallel zur Windrichtung stellen. Ausser der Dynamo treibt die Mühle noch zwei Mühlsteine und einen Aufzug. Die Dynamomaschine, vom Elwell-Parker-Typus mit Nebenschlusswickelung, hat eine Maximalleistung von 40 Amp. und 80 Volt. Auf der Ankerspindel sitzt ein Federregulator, welcher einen Daumen bethätigt, der durch Hingleiten über eine Anzahl von Contactstücken Spulen des Nebenschlusses ein- oder ausschaltet, um bei wachsender Geschwindigkeit die Stärke des magnetischen Feldes zu reduciren und dadurch die Spannung ziemlich constant zu erhalten. Die Dynamo wird zur Ladung einer Zellenbatterie verwendet. In den Ladestromkreis ist ein einfacher automatischer Ausschalter eingeschaltet, um, wenn die elektromotorische Kraft zu gering wird, die Zellen auszuschalten. Ein zweiter Ausschalter tritt in Thätigkeit, wenn die Geschwindigkeit zu hoch wird, und schliesslich ist noch zur Vervollständigung der Regulirung eine Anzahl von Widerstandsspulen angeordnet, welche, wenn erforderlich, mit der Hand in den Ladestromkreis eingeschaltet werden und dadurch den automatischen Zellenschalter bei der Regulirung des die Zellen durchfliessenden Stromes unterstützen. Die elektrische Anlage ist von der Wenham Company, Ld., in London ausgeführt worden. (Durch Elektrotechnische Zeitschrift.

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