Titel: Cement zur Befestigung der Verankerungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 284/Miszelle 3 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj284/mi284mi10_3

Cement zur Befestigung der Verankerungen.

„Zur Befestigung von Verankerungsbolzen (Steinschrauben) in Stein soll sich nach von amerikanischen Ingenieuren angestellten vergleichenden Versuchen, bei welchen zum Ausgiessen Schwefel, Blei und Cement verwendet wurde, Cement am besten eignen. Derselbe besitzt eine grössere Haltekraft als Blei und Schwefel und ist ausserdem in der Anwendung billiger und bequemer. Ob die Verbindung mit Cement auch gegen Stösse genug widerstandsfähig ist, wird nicht erwähnt.“ Wir können diese Bemerkung dahin ergänzen, dass seit etwa 20 Jahren die grössten Maschinen sowohl wie die vom Hauptrahmen getrennten Nebentheile derselben in Deutschland fast ausschliesslich in Cement gebettet und mit Cement vergossen werden. Gebräuchlich ist es, bei schwereren Maschinen, wenigstens die oberen 60 cm des Fundamentmauerwerkes aus harten Ziegeln und in Cement zu verlegen, und die darauf lagernden Eisentheile mit Cement zu vergiessen. Gegen Stösse gewährt solches Mauerwerk volle Sicherheit. Die über den Ankerplatten befindlichen Theile sind auf 50 bis 60 cm ebenfalls mit Cement zu vermauern, falls man es nicht vorzieht, das ganze Fundament mit Cementmauerwerk oder in verlängertem Trassmörtel auszuführen. Gegen Oel und Fett ist das Cementmauerwerk zu schützen, da es von denselben aufgeweicht wird.

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