Titel: Schwefelsäure für Accumulatoren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 285/Miszelle 7 (S. 24)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj285/mi285mi01_7

Schwefelsäure für Accumulatoren.

Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung von Schwefelsäure, die metallische Verunreinigung, insbesondere Arsen enthielt, die Wirkung der Accumulatoren sehr stark beeinträchtigte, indem die Capacität derselben von Tag zu Tag sank und die negativen Platten eine heftige Gasentwickelung zeigten, welche letztere von einer Selbstentladung dieser Platten herrührte.

Zur Füllung der Accumulatoren kann daher nur eine reine (metallfreie) Schwefelsäure Anwendung finden. Ist letztere nicht schon auf der Fabrik durch Schwefelwasserstoff gereinigt, so kann die Fällung mittels Schwefelwasserstoff auch dadurch im Ballon bewirkt werden, dass man nach Lucas Bariumsulfhydrat in die Ballons direct einträgt. Letzteres Verfahren ist auch dann noch anwendbar, wenn die schlechte Säure bereits in die Zellen eingefüllt ist.

D. Arsannal bewirkt die Reinigung der Säure dadurch, dass er 4 bis 5 cc Brennöl auf 1 l Säure giesst. Es bildet sich Glycerinschwefelsäure, während die Metalle als Seifen gefällt werden.

Aehnlich verfährt auch v. Gothard, Nach dessen Angabe werden 1 l Säure mit 5 cc Rüböl tüchtig geschüttelt und dann 12 Stunden der Ruhe überlassen. Die Mischung wird nun in Wasser gegossen; es entsteht eine milchige Flüssigkeit, die beim Erkalten sich klärt und an der Oberfläche eine klebrige schwammige Masse abscheidet, welche leicht abgenommen werden kann. Die so erhaltene verdünnte Säure erwies sich als rein. (Nach Elektrotechnische Zeitschrift, 1892 13, 20 und 157; durch Chemiker Zeitung, Repertorium 1892 Bd. 16 S. 163.)

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