Titel: Elektrische Bohrmaschinen im Bette des Mississippi
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 285/Miszelle 2 (S. 119)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj285/mi285mi05_2

Elektrische Bohrmaschinen im Bette des Mississippi

sind im vorigen Jahre nach der Railroad Gazette zwischen Rock Island und Moline, Illinois, bei Vertiefung der Stromrinne zum Zwecke der reichlicheren Wasserzufuhr nach den auf der Insel befindlichen Werkstätten und gleichzeitiger Herstellung eines Schiffahrtsweges in grösserem Umfange zur Anwendung gekommen. Die Bohrarbeiten waren der Thomson-Van Depoele Electric Co. von der Regierung übertragen worden, nachdem letztere schon längere Zeit mit den Vertiefungsarbeiten beschäftigt war. Zu diesem Zweck war am oberen Theil der Insel mit einem Kostenaufwand von 100000 M. ein Fangedamm quer durch den Strom gezogen worden, in dessen Schutz die Herstellung der 120 m breiten und 1,20 m tiefen Rinne erfolgte. Hierbei wurden mit elektrisch betriebenen Bohrmaschinen in einem 180 m langen, durchschnittlich 15 m breiten Kalksteinrücken in der Zeit vom 23. October bis 19. December 1891 941 Bohrlöcher von 4,5 cm Durchmesser und einer Tiefe von 1,20 m gebohrt, einige Löcher waren 60 bis 90 cm tiefer. Die gesammte Bohrlochlänge betrug 1150 m. Hierauf wurden 1085 Bohrstunden verwendet, so dass die stündliche Leistung eines Bohrers 1,06 m betrug. Die Kosten der elektrischen Bohrung stellten sich hierbei nur halb so hoch als beim Bohren mit Hand. Es wurden im ganzen neun Bohrer angewandt; die volle Zahl kam aber erst in der letzten Zeit gleichzeitig in Thätigkeit. Acht von den Bohrern waren auf beschwerten Böcken, ein etwas grösserer Bohrer auf einem auf Schienen laufenden Wagen angebracht. (Centralblatt der Bauverwaltung.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: