Titel: Brückenwage für Eisenbahnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 285/Miszelle 1 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj285/mi285mi09_1

Brückenwage für Eisenbahnen.

Um die zerstörenden Einflüsse, welche herüberfahrende Eisenbahnfahrzeuge auf die Theile der Brückenwagen ausüben, zu mildern, hat Carl Schenk in Darmstadt die Wage unabhängig vom Schienengeleise angeordnet. Letzteres ist an der Stelle der Wage ununterbrochen durchgeführt und lagert auf festen Trägern. Das Gewicht der zu wägenden Fahrzeuge wird dadurch aufgenommen, dass die mit geripptem Bleche gedeckte und an beiden Seiten mit Flachschienen versehene Brücke mit letztern unter die Spurkränze des Fahrzeuges greift und somit die zu wägende Last auf die Hebelvorrichtung der Wage überträgt. Die ganze Brückenplatte befindet sich demgemäss innerhalb der Schienen. Das Eigengewicht der Brücke ist ausgeglichen. In Folge der geringen Reibung der Hebelverbindung ist man im Stande, die Brücke mit einer darauf ruhenden Last von 40000 k durch eine Kurbel zu heben, wobei 15 Umdrehungen der Kurbel für eine Hebung der Brücke von 30 bis 35 mm erforderlich sind. Mit dem Hebel, welcher das Gegengewicht trägt, kann eine Signalvorrichtung verbunden sein, um anzuzeigen, ob die Brücke gehoben oder gesenkt ist. Die Signalscheibe wird selbsthätig gedreht, wenn der Hebel die eine oder die andere äusserste Stellung erreicht hat. Wo Wasserdruck zur Verfügung steht, kann auch durch diesen die Hebung und Senkung der Brücke bewirkt werden.

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