Titel: Herstellung eines höchst empfindlichen Flächenbolometers in der Physikalisch-technischen Reichsanstalt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 285/Miszelle 2 (S. 287–288)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj285/mi285mi12_2

Herstellung eines höchst empfindlichen Flächenbolometers in der Physikalisch-technischen Reichsanstalt.

Das von Svanberg aufgestellte bolometrische Princip wurde unabhängig von ihm 30 Jahre später durch Langley wieder entdeckt und zu einer sehr hohen Leistungsfähigkeit entwickelt. Erst an seine Arbeiten schliessen sich daher eine Reihe hervorragender bolometrischer Untersuchungen an. An das für besondere Zwecke in der Physikalisch-technischen Reichsanstalt hergestellte Bolometer aber mussten ganz besondere Anforderungen gestellt werden, welche mit den bisher gefertigten Bolometern nicht erfüllt werden können. Das Bolometer sollte nämlich ähnlich dem Photometer direct die Strahlungen zweier Licht- bezieh. Wärmequellen, z.B. zweier Glühlampen, mit einander vergleichen. Dabei war eine so grosse Empfindlichkeit erwünscht, dass beim Einschalten von Alaun zwischen das |288| Bolometer und die Glühlampen, wodurch fast alle dunklen Wärmestrahlen absorbirt werden, das Strahlungsverhältniss der beiden Lichtquellen mit eben derselben procentischen Genauigkeit bolometrirt wie photometrirt werden kann. Dies ist wirklich gelungen und daher konnte daran gedacht werden, die Lichtstrahlung einer Flamme unmittelbar mit der Strahlung einer constanten Wärmequelle zu vergleichen und die Lichteinheit auf eine absolute Wärmestrahlungseinheit zurück zu führen. Um diese Versuche ausführen zu können, bedarf man eines ausserordentlich empfindlichen Flächenbolometers, dessen verschiedene Zweige paarweise und gleichzeitig von verschiedenen Strahlungsquellen bestrahlt werden können. Ueber dieses Bolometer haben Dr. O. Lummer und Dr. F. Kurlbaum in der Zeitschrift für Instrumentenhunde, 1892 * S. 81, ausführlich berichtet.

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