Titel: Otis' elektrischer Aufzug.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1892, Band 286 (S. 258)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj286/ar286079

Otis' elektrischer Aufzug.

Mit Abbildung.

Unter Nr. 624 ist vom 13. Januar 1891 für die American Elevator Company in London (Gebrüder Otis und Co. in New York) ein elektrischer Aufzug (vgl. 1889 274 402; 1891 279 * 136) patentirt worden, dessen Anordnung die beigegebene Skizze erkennen lässt. Der Elektromotor A treibt durch eine Schnecke das Rad B und die Trommel, welche mittels Seiles den Förderkasten hebt oder senkt. Die Stromstärke regulirt der Widerstandskasten C, dessen Umschaltehebel C1 und Contacte C2 so mit der Ankerwickelung verbunden sind, dass bei der Bewegung des Hebels von seiner Mittelstellung aus nach der einen oder nach der anderen Seite die Widerstände nach und nach ausgeschaltet, der Anker aber in der einen oder in der anderen Richtung in Umlauf versetzt wird. Der Hebel wird mittels eines Getriebes und eines verzahnten Bogens D in Bewegung gesetzt, dessen nach unten gerichteter Arm mit der Stange E verbunden ist. Die Federn E1 halten die Stange E für gewöhnlich in ihrer Lage, doch kann dieselbe mittels des Hebels F und einer Schnur von dem im Förderkasten befindlichen Hebel G aus hin und her bewegt werden.

Wird der Umschalterhebel in einer der beiden Richtungen soweit als möglich verschoben, so wird er durch einen Hebel H in seiner Stellung erhalten, welcher sich mit einem an dem einen Ende angebrachten Zahne in V-förmige Einschnitte in E einlegen kann. Er wird aber wieder frei gegeben durch Vermittelung des Regulators H1, wenn die Geschwindigkeit des Motors abnimmt; sollte die Spannung des Triebstromes zu gross werden, so wird der Hebel H die Stange E ebenfalls frei geben, und zwar durch die Wirkung des auf den anderen Arm von R wirkenden Elektromagnetes. Wenn die Stange E in einer der beiden Richtungen bewegt wird, so kommt einer der beiden auf ihr sitzenden Contacte mit dem Contacte J1 auf dem Stabe J in Berührung und schliesst so den Stromkreis nach der Klingel K im Förderkasten.

Textabbildung Bd. 286, S. 258
Auch an den Lagern sind Contacte L mit Thermostaten angebracht und bringen die Klingel K zum Lärmen, wenn die Lager heiss werden.

Zum Zurückführen der Stange E in ihre normale Lage dient der Wasserbehälter M, der Kolben M1, die Kolbenstange N und das Durchgangsloch O. Bei Bewegung der Stange E in irgend einer Richtung wird der Kolben gehoben, bis der Bolzen P von dem abgeschrägten Daumen Q zurückgestossen wird, wobei der Stift R am Bolzen über die geneigte Fläche des Daumens hingeht. Der Kolben kehrt dann in seine Stellung am Boden zurück und dabei streift der Griff S den Haltbolzen T welcher nun die Stange E freilässt, so dass diese nach der Mitte zurückgehen und den Strom weg unterbrechen kann.

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